Züchter-Gemeinschaft hält seit 100 Jahren
Herscheid. Alle waren sie gekommen: Ob Alaska-Kaninchen, Deutsche Riesen oder Weiße Wiener kaum ein Langohr-Besitzer ließ es sich entgehen, seine kleinen Vierbeiner auf der diesjährigen Schau des Bezirks Iserlohn-Altena von ihrer besten Seite zu präsentieren.
Aus dem Staunen nicht heraus gekommen
Anlässlich des 100. Vereinsjubiläums des Kaninchenzuchtvereins W 527 Eintracht Plettenberg-Herscheid fand die Veranstaltung in diesem Jahr zum ersten Mal in der Ebbegemeinde statt und bot so Gelegenheit zur Weiterbildung in Sachen Kaninchenzucht. Dabei kam so manch ein Neuling aus dem Staunen kaum mehr heraus. Denn neben den €žKleinen Farbenzwergen, die rund 1100 Gramm auf die Waage bringen, sorgten die zehn Kilogramm schweren €žDeutschen Riesen für Verwunderung darüber, wie groß so ein Kaninchen eigentlich werden kann. Neben einer positiven Resonanz seitens der Gäste, freute man sich auch über zufriedene Tiere: Sie sind alle recht friedlich und fressen gut, versicherte Vorsitzender Ortwin Schöttler.
Zur offiziellen Eröffnung der Kaninchenschau am Samstagabend konnte der Verein Bürgermeister und Schirmherr Uwe Schmalenbach, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Plettenberg, Martina Reinhold, den Landesverbandsvorsitzenden westfälischer Rassekaninchenzüchter Rainer Schwarzelmüller sowie den Vorsitzenden des Bezirksverbandes Peter Hölzer jun. begrüßen.
Bürgermeister Schmalenbach lobte vor allem den Idealismus und den Sinn für Gemeinschaft unter den Züchtern sowie das größte Geschick mit den zutraulichen, aber auch eigenwilligen Kaninchen. Ebenso betonte er den großen Gewinn durch die Schau: Die Züchter hier sind nicht nur Konkurrenten, sondern auch ebenso Verfechter der selben Sache. Der Austausch untereinander wird jedem wertvolle Hinweise für das kommende Züchterjahr bieten. Martina Reinhold freute sich über die städteübergreifende Zusammenarbeit des in den 30er Jahren mitgliederstärksten Vereins Deutschlands: €žSie haben bereits vor 100 Jahren erkannt, wie wichtig ist, über den eigenen lokalen Tellerrand hinaus zu blicken.
Neun Preisrichter bewerten Tiere
Bereits seit vergangenem Dienstag arbeiteten Helferinnen und Helfer an dem reibungslosen Ablauf der Ausstellung. Am Donnerstag fand eine Bewertung der 470 Kaninchen aus insgesamt 14 Vereinen des gesamten Bezirks durch neun Preisrichter statt. Dabei wurde das Augenmerk auf die verschiedensten Kriterien gerichtet. So konnten die Kleintiere vor allem mit ihrer Körperform, ihrem Fell, ihrem Kopfbehang (Ohren) und einem gutem Allgemeinzustand punkten. Der heimische Vertreter, der Kaninchenzuchtverein W 527 Eintracht Plettenberg-Herscheid, freute sich dabei über ein besonders gutes Abschneiden. So wurde er mit 965,5 Punkten zweiter Vereinsmeister nach dem Kaninchenzuchtverein W 320 Menden und vor den W72-Züchterkollegen aus Lendringsen.
Noch bis Sonntag konnten die Kaninchen unterschiedlicher Rassen, Farben und Größen, wie auch des Weiteren 20 aus Fell verarbeitete Produkte, sogenannte Nummern Erzeugnisse, bewundert werden.
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